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DIE RÖMISCHE KIRCHE
DIE REGION LATIUM
DIE SARAZENEN




Rom war das Zentrum des römischen Reiches sowohl physisch, da die Stadt im Zentrum des Straßensystems lag, als auch psychologisch als Welthauptstadt. Als Kaiser Konstantin der Große die Stadt Konstantinopel als das "neue christliche Rom" (326) gründete, begann langsam der Verfall des alten  Roms. Der Untergang Roms war, wie Gibbon schrieb, die natürliche Folge einer übermäßigen Größe. Der gleiche Historiker schrieb:"Anstatt uns zu fragen, warum das römische Reich unterging, sollte uns lieber die Tatsache verwundern, daß es so lange überlebt hat".
410 und 455 wurde Rom von den germanischen Volksstämmen geplündert, die in die Stadt eingedrungen waren, und wurde dann von den Streitkräften der Ostgoten und der Byzantiner besetzt. Im Jahr 593 wurde die Stadt von den Langobarden belagert. In der Zwischenzeit begann der Einfluß der christlichen Kirche immer stärker zu werden; die römische Kirche begann, auch verwaltungstechnische und politische Funktionen zu übernehmen, sowohl weil sie zahlreiche Grundeigentümer erwarb (Patrimonium Sancti Petri) als auch weil die zivile Obrigkeit ihre Amtsgewalt nach und nach verlor.
Als die Franken nach Italien kamen, um dem Papst beim Kampf gegen die Langobarden zu helfen, besiegten sie König Desiderius, und Karl der Große bestätigte die weltliche Gewalt  der Kirche. Das Patrimonium Sancti Petri schickte sich an, sich in den zukünftigen Kirchenstaat zu verwandeln (800). Die Kirche sorgte  dafür , der Autorität und dem Prestige Roms Kontinuität zu geben; Rom wurde zur geistigen Hauptstadt des neuen Europas, zum Sitz des Papstes und zur "heiligen Stadt" der Pilger.
Rom ist auch der Hauptort der Region Latium, in Mittelitalien, an der tyrrhenischen Küste der Halbinsel. Die Geschichte Roms ist nicht von der Geschichte seines Umkreises zu trennen. Sogar die Umgangssprache der Römer, das Lateinische, kommt von "Latium". Die gesamte  Region Latium kann, obwohl der außergewöhnliche zentralisierende Einfluß der Stadt Rom sie mit Strafpunkten belegt, ein Vermächtnis von großer künstlerischer und geschichtlicher Bedeutung geltend machen.
Die Region Latium, Rom einbegriffen, hat im Laufe des 9.Jahrhunderts schlimme Zeiten durchgemacht, als Sizilien infolge der Ausdehnung des Islams im Mittelmeergebiet in die Hände der Araber fiel. In jener Epoche entstanden in Süditalien die ersten unabhängigen Stadt-Staaten, wie Neapel, Amalfi, Salerno und Gaeta.Diese wurden die Base der Überfälle der Sarazenen gegen die Küste und auch im Landinneren der Halbinsel. Die gesamte Region Latium, wie auch der Petersdom und die Paulskirche in Rom, wurden von den Sarazenen und ihren italienischen Alliierten geplündert. Einige der Dokumente, die diese Ereignisse betreffen, können (im Original und in italienischer Übersetzung) in dem Buch "I Saraceni nel Lazio" (VIII-X secolo)" nachgelesen werde